Chop Suey mit Putenfleisch
Für Dialysepatient:innen in kleinen Portionen grundsätzlich möglich, aber Kalium (259 mg/100 g) und Phosphor (115 mg/100 g) liegen im mittleren Bereich. Achte besonders auf Sojasoße/Oystersoße und Erdnüsse (können Kalium/Phosphat und Salz deutlich erhöhen) – ggf. reduzieren oder ersetzen.
Dialyse-Bewertung – Chop Suey mit Putenfleisch
Dieses Gericht ist insgesamt relativ „sauber“ (sehr wenig Zucker, moderate Energie), hat aber dialyserelevant mittlere Kalium- und Phosphorwerte. Damit ist es häufig „okay, aber mit Augenmaß“ – vor allem abhängig von der Portionsgröße und der verwendeten Sojasoße/Saucen.
Wichtige Punkte (pro 100 g)
- Kalium: 259 mg → mittel (bei Dialyse oft portionieren)
- Phosphor: 115 mg → mittel (Saucen/Nüsse können „verstecktes“ Phosphat liefern)
- Natrium: 124 mg → eher moderat, aber stark abhängig von Sojasoße/Marke
- PRAL: +2,94 mEq → leicht säurebildend (für viele okay, aber nicht „basisch“)
- Eiweiß: 10,9 g → proteinreich (positiv für viele Dialysepatient:innen; bei Phosphor mitdenken)
- Ca:P-Verhältnis: 0,31 → eher phosphorbetont (Calcium steht nicht „stark“ dagegen)
Was bedeutet das praktisch?
Die Werte sind pro 100 g. In der Praxis entscheidet oft die Portion:
- 200 g Portion: ca. 518 mg Kalium und 230 mg Phosphor
- 250 g Portion: ca. 648 mg Kalium und 288 mg Phosphor
- 300 g Portion: ca. 777 mg Kalium und 345 mg Phosphor
Damit kann eine große Portion schnell einen spürbaren Anteil der Tagesziele ausmachen.
Dialyse-Tipps zur Optimierung (ohne großen Geschmacksverlust)
- Erdnüsse reduzieren oder weglassen (Nüsse sind oft phosphor- und kaliumreich). Alternative: nur wenig als Topping oder durch etwas Sesam/Frühlingszwiebelgrün ersetzen.
- Sojasoße „low sodium“ nutzen und Menge reduzieren. (Viele Sojasaucen treiben Natrium deutlich nach oben – je nach Marke stark unterschiedlich.)
- Auf Phosphat-Zusätze achten in Sojasoße/Austernsoße (Zutatenliste: „Phosphat“, „E…“, „phosphate“). Wenn vorhanden: lieber eine Alternative ohne Zusätze wählen.
- Gemüse kurz blanchieren (z.B. Pak Choi/Stiele 1–2 Minuten in Wasser, Wasser wegschütten) und erst dann wokken – das kann Kalium etwas senken.
- Beilage dialysefreundlich wählen: eher weißer Reis statt Vollkorn (Vollkorn ist meist phosphorreicher). Portion Reis klein halten.
- Bindemittel ok (Maisstärke ist unkritisch) – Sauce eher „glänzend“ als „salzig“ bauen: mehr Aroma über Ingwer/Knoblauch, weniger über Sauce.
Einordnung für Diabetes & Herz-Kreislauf
- Diabetes: sehr wenig Zucker und wenig verwertbare Kohlenhydrate → meist günstig (Beilage beachten!).
- Herz/Kreislauf: Natrium ist hier moderat angegeben, real kann es durch Sojasoße stark steigen → deshalb Sauce bewusst dosieren.
Fazit: Ein gutes, eiweißreiches Wok-Gericht, das für Dialysepatient:innen häufig passt, wenn Portion und Saucen/Nüsse im Griff sind. Bei individueller Kalium-/Phosphat-Restriktion ggf. mit dem Dialyseteam abstimmen (insbesondere, wenn Phosphatbinder genutzt werden).
Wichtige Werte (Ampel)
Kohlenhydrate – Details
19Vitamine
17Fettsäuren
46Alle Werte A–Z
150Zutaten
12
Putenbrust
in Streifen oder mittelgroße Würfel geschnitten
400 g
Sesamöl
30 ml
Knoblauch
6 g
Ingwer
Knolle frisch
10 g
Frühlingszwiebeln
roh
100 g
Sojasprossen
frisch
150 g
Pak Choi
gedünstet
200 g
Erdnuss
geröstet
50 g
Sojasoße
50 ml
Austernsoße
(optional)
15 ml
Maisstärke
(1 TL)
3 g
Wasser
Trinkwasser
150 ml
Zubereitung
Aromatische Basis zubereiten
- Knoblauch und Ingwer schälen und fein hacken (oder reiben).
- Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden, weißen und grünen Teil trennen.
- Sesamöl in einer großen Pfanne oder einem Wok auf mittlerer Hitze erhitzen.
- Knoblauch, Ingwer und den weißen Teil der Frühlingszwiebeln 1–2 Minuten anschwitzen, bis es duftet (nicht bräunen).
Putenfleisch anbraten
- Putenbrust in Streifen oder mundgerechte Würfel schneiden.
- Putenfleisch in die Pfanne geben und bei mittlerer bis hoher Hitze 4–5 Minuten kräftig anbraten, bis es rundum Farbe bekommt.
- Mit Salz und Pfeffer würzen (sparsam, da Sojasauce salzig ist).
Sauce vorbereiten
- In einer kleinen Schüssel Sojasauce, (optional) Austernsauce, Wasser und Maisstärke glatt verrühren.
- Kurz stehen lassen, damit sich die Stärke vollständig löst.
Gemüse und Sauce garen
- Pak Choi grob schneiden (Stiele und Blätter dürfen ruhig getrennt, Stiele zuerst).
- Pak Choi (zuerst die Stiele, dann die Blätter) und Sojasprossen zum Fleisch geben.
- 2–3 Minuten unter Rühren pfannenrühren, bis das Gemüse leicht zusammenfällt, aber noch knackig ist.
- Sauce erneut kurz umrühren und in die Pfanne gießen.
- 1–2 Minuten köcheln lassen, dabei ständig rühren, bis die Sauce andickt und alles glänzend überzieht.
Fertigstellen
- Erdnüsse grob hacken und zusammen mit dem grünen Teil der Frühlingszwiebeln unterheben.
- Abschmecken (meist reicht Pfeffer; Salz nur falls nötig).
- Optional: ein paar Tropfen geröstetes Sesamöl ganz am Ende für mehr Aroma.
Serviervorschlag & Tipps
- Serviere das Gericht mit Jasminreis oder Asia-Nudeln.
- Pak Choi kann durch Mangold oder Spinat ersetzt werden.
- Ein paar Tropfen geröstetes Sesamöl am Ende sorgen für ein besonders intensives Aroma.