Phosphat

Versteckte Phosphate erkennen – was steckt hinter E338, E339, E450 und Co.?

Viele Zusatzstoffe mit Phosphat sind für Dialysepatienten besonders relevant – vor allem in stark verarbeiteten Produkten.

Phosphat 3 Min. e-nummern-phosphate-erkennen
Versteckte Phosphate erkennen – was steckt hinter E338, E339, E450 und Co.?

Phosphat steckt nicht nur natürlich in Lebensmitteln. Gerade in stark verarbeiteten Produkten wird es oft als Zusatzstoff eingesetzt – zum Beispiel für Haltbarkeit, Feuchtigkeit, Bindung, Textur oder Schmelzverhalten.

Für Menschen mit Dialyse ist das wichtig, weil zugesetzte Phosphate meist deutlich leichter aufgenommen werden als natürlich gebundenes Phosphat. Deshalb können kleine Mengen Fertigprodukt manchmal stärker ins Gewicht fallen, als man denkt.

Besonders wichtige E-Nummern

Diese E-Nummern solltest du auf Zutatenlisten besonders im Blick behalten:

  • E338 – Phosphorsäure
  • E339 – Natriumphosphate
  • E340 – Kaliumphosphate
  • E341 – Calciumphosphate
  • E343 – Magnesiumphosphate
  • E450 – Diphosphate
  • E451 – Triphosphate
  • E452 – Polyphosphate
  • E541 – Natriumaluminiumphosphat

Weitere phosphathaltige Zusätze, die ebenfalls auffallen können

  • E442 – Ammoniumphosphatide
  • E1410 – Monostärkephosphat
  • E1412 – Distärkephosphat
  • E1413 – Phosphatiertes Distärkephosphat
  • E1414 – Acetyliertes Distärkephosphat
  • E1442 – Hydroxypropyl-Distärkephosphat

Hinweis: Manche Nierenratgeber nennen zusätzlich auch E322 (Lecithine), weil Lecithine phosphorhaltig sind. Im Alltag sind für Dialysepatienten aber vor allem die klassischen anorganischen Phosphat-Zusätze wie E338 bis E343 und E450 bis E452 besonders relevant.

Praktische Suchhilfe auf der Zutatenliste

Achte nicht nur auf E-Nummern. Häufig stehen die Stoffe auch ausgeschrieben, zum Beispiel:

  • Phosphat
  • Phosphorsäure
  • Diphosphat
  • Triphosphat
  • Polyphosphat
  • Natriumphosphat
  • Kaliumphosphat
  • Calciumphosphat
  • Magnesiumphosphat

Als Faustregel gilt: Wenn in der Zutatenliste „phos“ oder „phosphat“ auftaucht, lohnt sich ein genauer Blick.

Typische Produkte mit verstecktem Phosphat

Besonders häufig findet man solche Zusätze in:

  • Wurst, Schinken, gepökeltem oder mariniertem Fleisch
  • Schmelzkäse und stark verarbeitetem Käse
  • Fertigprodukten und Instant-Produkten
  • Backmischungen, Kuchen, Keksen und manchen Backwaren
  • Cola und manchen Flaschen- oder Dosengetränken
  • Fertigsoßen, Pulvermischungen und Convenience-Produkten
  • manchen pflanzlichen Drinks

Merksatz für den Alltag

Frisch ist oft die sicherere Wahl. Je stärker ein Produkt verarbeitet ist, desto eher können versteckte Phosphate enthalten sein.

Das Ziel ist nicht Perfektion, sondern ein guter Blick auf die Zutatenliste. Schon kleine Austausche im Alltag können helfen, die Phosphatlast zu senken.

Referenzen