Phosphat: versteckte Zusätze erkennen
Achte bei Wurst, Käse und Fertigprodukten auf „Phosphat“-Zusätze (z. B. E338–E341).
Phosphat: versteckte Zusätze erkennen
Nicht nur natürliches Phosphat in Lebensmitteln ist für Dialysepatienten relevant. Viele verarbeitete Produkte enthalten zusätzlich zugesetzte Phosphate. Diese werden eingesetzt, um Haltbarkeit, Konsistenz, Farbe oder Geschmack zu verbessern – zum Beispiel in Wurstwaren, Schmelzkäse, Fertigprodukten, Backwaren, Instantprodukten oder Cola-Getränken.
Das Problem: zugesetzte Phosphate werden vom Körper in der Regel besonders leicht aufgenommen. Dadurch kann die Phosphatbelastung deutlich steigen – oft stärker, als man dem Produkt auf den ersten Blick ansieht. Für Menschen mit eingeschränkter Nierenfunktion oder Dialyse ist das wichtig, weil ein dauerhaft erhöhter Phosphatspiegel Knochenstoffwechsel, Gefäße und Herz belasten kann.
Praxis: Ein Produkt muss nicht „offensichtlich ungesund“ wirken, um viel zugesetztes Phosphat zu enthalten. Gerade stark verarbeitete Lebensmittel können hier problematisch sein. Deshalb lohnt sich der Blick auf die Zutatenliste oft mehr als nur auf die Vorderseite der Verpackung.
Achte in der Zutatenliste auf Begriffe wie Phosphat, Diphosphat, Triphosphat, Polyphosphat oder auf Wörter mit „phos“. In der EU können auch E-Nummern auf zugesetzte Phosphate hinweisen, zum Beispiel E338 bis E341, E343 sowie E450 bis E452.
Tipp: Wenn möglich, eher frische oder wenig verarbeitete Alternativen wählen. Oft ist schon der Wechsel von stark verarbeitet zu einfacher zusammengesetzt ein guter Schritt, um versteckte Phosphatzusätze zu reduzieren.
Wichtig: Versteckte Phosphate sind nur ein Teil der gesamten Phosphatbelastung. Entscheidend bleiben immer auch Portionsgröße, Häufigkeit, die gesamte Tagesbilanz und die individuelle ärztliche oder ernährungsmedizinische Empfehlung. Phosphatbinder können unterstützen, gleichen aber phosphatreiche, stark verarbeitete Ernährung nicht unbegrenzt aus.
Referenzen
- NIDDK / NIH: Healthy Eating for Adults with Chronic Kidney Disease
- National Kidney Foundation: Understanding Phosphorus in Foods
- North Bristol NHS Trust: Managing phosphate in your diet
- Leeds Teaching Hospitals NHS Trust: Low Phosphate Diet
- EU Food and Feed Information Portal / Europäische Kommission: Phosphoric acid – phosphates – di-, tri- and polyphosphates (E338–341, E343, E450–452)